Blöd gelaufen

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Manchmal kann man wohl planen so viel man will und es kommt dann doch anders. Ich hatte in der letzten Woche in der Monatszusammenfassung geschrieben, dass ich in dieser Woche einen Lauf mit 1.000 Höhenmeter machen wollte.

Step by step bin ich diese Herausforderung angegangen. Begonnen hatte es Anfangs der Woche mit einem kurzen Lauf und ungefähr 250 Höhenmeter, dann kam Mitte der Woche ein langer Lauf mit ca. 200 Höhenmetern und nun sollte gestern das Finale starten. Aus Erfahrungen dieser Woche wusste ich, dass ich mir ein recht steiles Stück aussuchen musste und sozusagen Runden laufen musste. Ansonsten wären 20 und mehr Kilometer ganz schnell zusammen gekommen. Und da muss ich jetzt einfach auch sagen, dass ich das definitiv noch nicht leisten kann.

Mit Hilfe Google Maps habe ich dann ein passendes Stück in Thüngersheim gefunden. Meine Berechnungen ergaben, dass ich 8 Runden zu Laufen hatte um dann in etwa auf 1.100 Höhenmeter zu kommen. Diesen Bonus wollte ich mir einfach geben, da ich mich auf die Karte alleine nicht verlassen wollte.

Ich lief also die Runde los. Bewusst langsam und immer den Puls im Blick. Recht schnell kam die Ernüchterung. Nur etwa ein Drittel der Steigung war fester Belag. Danach folgten Schotter. Da war mir sofort klar, dass ich hier mehr Energie aufwenden musste. Ein paar Meter weiter oben kam ich an eine Stelle an der ein Weg kreuzte und meine Route nur noch aus losem Boden bestand. Es sah aus, als ob kurz vorher jemand mit dem Bagger durchgefahren wäre.

Aus dem Gedächtnis heraus, meinte ich, hier meinen Wendepunkt erreicht zu haben. Nun denn; drehen und wieder zurück um die nächste Runde zu beginnen. War ja gar nicht so schlimm.

In der zweiten Rund wusste ich beim Übergang zum Schotterbereich, dass ich diese Herausforderung schaffen würde. Der Puls war sehr ruhig, ich konnte mein Tempo gut laufen und hatte keinerlei Beschwerden. Selbstverständlich wurde der Aufstieg von Runde zu Runde beschwerlicher und am Ende musste ich mich wahnsinnig quälen. Aber ich hatte es geschafft und war mehr als glücklich.

Der Wettergott hatte auch richtig mitgespielt. Nur in der letzten Runde gab es einen kurzen Schauer, der mich aber überhaupt nicht störte.

Zu Hause schaute ich mir dann die Aufzeichnungen des Laufes am Rechner an. Nun folgte die Ernüchterung. Beim ersten Blick sah ich sofort, dass ich zu früh umgedreht war. Laut den Höhenlinien war ich lediglich etwas mehr als 800 Höhenmeter gelaufen. Energie hätte ich noch gehabt und auch die 200 fehlenden Höhenmeter hätte ich an diesem Tag schaffen können. So war diese Aktion dann doch ein kleiner Misserfolg.

 

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Screenshot der Trainingseinheit

Eine kleine positive Nachricht gibt es trotzdem zu vermelden. Durch mein langsames Tempo habe ich es geschafft, mein Ziel bis Ende Mai schon jetzt zu erreichen. Konkret geht es um einen Lauf der mindestens 2 Stunden dauert. Das war dann zum Glück geschafft.

Eigentlich hätte ich jetzt heute und morgen noch Zeit, die 1.000 Höhenmeter nochmals anzugehen, aber ich werde bewusst darauf verzichten und dieses Ziel in zwei Wochen noch einmal versuchen zu erreichen. Ich hatte im Laufe dieser Woche ein paar Probleme mit den Knien und möchte es aus diesem Grund nicht übertreiben. Bis dahin werden wohl ein paar lange und gaaaaanz langsame Läufe als Vorbereitung folgen.

Beim nächsten Versuch werde ich das schaffen!

P. S. Auf dem Bild sind andere Höhenmeter angeben als ich berechnet habe. Das liegt daran, dass die Genauigkeit der Höhenmessung bei meinem S6 etwas zu wünschen übrig lässt. Da verlasse ich mich lieber auf manuelle Berechnungen.

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