Abnehmen durch Kalorienzählen? Ja – Teil 2

Kalorienzählen

Im ersten Teil dieser Serie war viel von Psychologie die Rede. Konkret waren das das Setzen eines erreichbaren Ziels und das Wollen und nicht Müssen. Ich möchte noch kurz bei der Psychologie bleiben.

Über Jahre haben wir uns gewisse Vorlieben antrainiert. Die können nicht von Heute auf Morgen abgestellt werden. Vor allem, wenn es um Lebensmittel geht, die wir nur zu gerne essen. Dazu kann die Schokolade, die Tüte Chips, Eiscreme oder auch der Besuch in Schnellrestaurants sein. Du solltest all das nicht schlecht reden. Mache Dir trotzdem eine Liste mit Lebensmitteln, die Du als kontraproduktiv hältst. Nenne diese Liste aber nicht „Verbotene Lebensmittel“ sondern „Belohnungsliste“. Das hört sich doch viel besser an, oder? Alleine aus dem Begriff lässt sich schon ableiten, dass Du nicht ständig Belohnungen erhalten kannst. Belohnungen erhältst Du für besondere Leistungen. Sie sind ein Bonus, ein Schatz und deshalb sehr selten. Daran solltest Du Dich halten.

So langsam kommen wir aber zum Eingemachten. Du willst also Abnehmen. Die einfachste Rechnung lautet:

Wenn ich weniger Kalorien zu mir nehme als ich verbrauche, dann nehme ich ab

Eigentlich bräuchtest Du nicht mehr zu wissen. Aber das wäre der falsche Ansatz. Bei allem Ehrgeiz und bei aller Motivation muss immer etwas absolute Priorität haben. Du musst Deinen Körper mit allen Nährstoffen versorgen! Eine Unterversorgung kann fatale Folgen haben. Jeder einzelne Baustein, egal ob Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiß), Fette, Vitamine usw. erfüllt eine bestimmte Funktion im Körper. Deshalb sorge zunächst dafür, dass diese Grundversorgung gewährleistet ist. Gewichtsverlust macht keinen Sinn, wenn es auf Kosten Deiner Gesundheit geht. Schlanksein ist nicht alles.

Trotzdem ist die o. a. Aussage schon richtig. Nur mit einem Kaloriendefizit kannst Du Gewicht verlieren. Dazu solltest Du wissen, was Du alles futterst. Wenn Du Dich mit Lebensmitteln und deren Nährstoffgehalt auskennst, dann kannst Du locker im Kopf den Überblick behalten. So werden aber wahrscheinlich die wenigsten von uns sein. Deshalb finde ich verschiedene Apps fürs Handy ganz praktisch.

Die Funktionsweise dieser Apps ist ähnlich. Du gibst Deine Daten wie Größe, Gewicht und Geschlecht ein. Meist wirst Du noch gefragt, welche Art von Tätigkeit Du ausübst. Das ist zur Berechnung des Grundumsatzes ganz wichtig. Ich als Sesselpupser habe dementsprechend einen geringeren Grundumsatz als ein Bauarbeiter gleichen Alters, gleicher Größe, gleichen Gewichts und gleichen Geschlechts. Ob Du dann noch Ziele eingeben kannst, ist von App zu App verschieden.

Wichtig bei der Auswahl der richtigen App ist jedoch, dass Du Lebensmittel eintragen kannst die Du zu Dir genommen hast. Außerdem sollte die App auch noch die Anteile von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen anzeigen. So kannst Du auch sehen, ob Deine Grundversorgung stimmt.

Ich weiß, es ist lästig, immer jedes Essen einzugeben, aber Du wirst ganz schnell feststellen, dass Du Dich mehrfach über die Zusammensetzung und den Kaloriengehalt getäuscht hättest. Deshalb tut dieser Überblick ganz gut. Von Vorteil wäre es noch, wenn Du Deine sportlichen Aktivitäten mit in diese App eingeben könntest. So siehst Du genau Deinen momentanen Stand der aufgenommenen Kalorien und erkennst sofort, was Du alles noch zu Dir nehmen kannst. Probiere es einfach aus.

Im nächsten Teil werde ich noch etwas zur passenden Ernährung erklären. Schließlich soll der Gewichtsverlust Spaß machen und nicht zur Folter werden. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass Du immer viel Essen darfst und nicht hungern musst.

Hier geht es zum ersten Teil

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